Demokratie
Demokratie (von griechisch dēmokratía, „Volksherrschaft“) bezeichnet eine Herrschaftsform, in der die politische Macht vom Volk ausgeht und durch regelmäßige, freie Wahlen sowie garantierte Grundrechte legitimiert wird. Sie zählt neben Monarchie, Autokratie und Oligarchie zu den klassischen Herrschaftsformen und ist heute die verbreitetste Regierungsform unter den Staaten der Erde.
Historische Entwicklung #
Antike Wurzeln #
Die erste bekannte demokratische Ordnung entstand im 5. Jahrhundert v. Chr. im antiken Athen, wo männliche, freie Bürger direkt über Gesetze abstimmten – Frauen, Sklaven und Fremde waren jedoch von der politischen Teilhabe ausgeschlossen.
Moderne repräsentative Demokratie #
Die heutige, weit verbreitete Form der repräsentativen Demokratie entwickelte sich vor allem seit dem 18. Jahrhundert im Zuge von Aufklärung, amerikanischer und Französischer Revolution. Bürgerinnen und Bürger wählen dabei Vertreter in Parlamente, die stellvertretend Gesetze beschließen.
Grundprinzipien #
Zu den zentralen Elementen moderner Demokratien zählen die Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative, ein Mehrparteiensystem, eine freie Presse sowie grundrechtlich geschützte Freiheiten wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Einordnung #
Demokratien unterscheiden sich weltweit erheblich in ihrer konkreten Ausgestaltung, etwa zwischen präsidentiellen und parlamentarischen Systemen. Politikwissenschaftliche Indizes wie der Democracy Index unterscheiden zudem zwischen vollständigen Demokratien, mangelhaften Demokratien und autoritären Regimen, wobei die Zahl demokratisch regierter Staaten seit den 2010er-Jahren nach Einschätzung mehrerer Forschungsinstitute weltweit tendenziell rückläufig ist.
Quellen
- David Held: Models of Democracy. 3. Auflage, Polity Press, Cambridge 2006.
- Robert A. Dahl: Democracy and Its Critics. Yale University Press, New Haven 1989.