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Quantenmechanik

Wissensgebiet Naturwissenschaft · Stand 2. September 2026 · 238 Wörter

Die Quantenmechanik ist eine physikalische Theorie, die das Verhalten von Materie und Energie auf atomarer und subatomarer Skala beschreibt. Sie wurde in den 1920er-Jahren von Physikern wie Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger und Paul Dirac entwickelt und bildet neben der Relativitätstheorie das Fundament der modernen Physik.

Grundlagen #

Von der klassischen Physik zur Quantentheorie #

Ausgangspunkt war Max Plancks Annahme im Jahr 1900, dass Energie nicht kontinuierlich, sondern in diskreten Quanten abgestrahlt wird. Albert Einsteins Deutung des photoelektrischen Effekts 1905 bestätigte diese Quantennatur des Lichts.

Wellenfunktion und Unschärfe #

Die Quantenmechanik beschreibt Teilchen durch eine Wellenfunktion, die Wahrscheinlichkeiten für Messergebnisse angibt. Werner Heisenbergs Unschärferelation (1927) besagt, dass Ort und Impuls eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind – ein fundamentaler Bruch mit der klassischen Determiniertheit.

Anwendungen #

Auf der Quantenmechanik beruhen zentrale Technologien der Gegenwart, darunter Halbleiterelektronik, Laser, Magnetresonanztomographie und die aufkommende Quantencomputing-Technologie.

Einordnung #

Die Quantenmechanik gilt als eine der experimentell am besten bestätigten Theorien der Physik, wirft aber bis heute philosophische Fragen zur Interpretation auf – etwa im Streit zwischen der Kopenhagener Deutung und der Viele-Welten-Interpretation. Einstein selbst stand der statistischen Natur der Theorie zeitlebens skeptisch gegenüber („Gott würfelt nicht“).

Quellen

  • Torsten Fließbach: Quantenmechanik. Lehrbuch zur Theoretischen Physik III. Springer Spektrum, Berlin 2018.
  • Claude Cohen-Tannoudji, Bernard Diu, Franck Laloë: Quantenmechanik, Band 1. De Gruyter, Berlin 2007.
  • Max Planck Institut für Quantenoptik: Grundlagen der Quantenphysik, mpq.mpg.de.

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